Anforderung des THW´s durch die Seemeisterstelle Lindau

Auf Grund der starken Regenfälle und dem damit verbunden Hochwasser in zahlreichen Ortschaften und Landkreisen, haben die Zuflüsse dem Bodensees unmengen an Treibholz zugeführt.

Vor Wasserburg liegt eines der größten Treibholzfelder im bayerischen Teil der Bodensees, ebenso im Bereich des Nonnenhorner Seepumpwerks.

Insgesamt befanden sich gestern nach Angaben von Ludwig Reinhardt, Leiter der Seemeisterstelle Lindau, noch rund 10 000 Kubikmeter Treibholz im bayerischen Uferbereich. Das entspricht etwa der Menge, die hier sonst in einem ganzen Jahr ankommt. Am Tag zuvor belief sich die Schätzung noch auf 15 000 Kubikmeter Holz. „Das ist jeden Tag etwas anders“, sagt Reinhardt, denn je nach Windverhältnissen können sich die Holzfelder wieder lösen und woanders hin treiben.

Mit drei Baggern, zwei Booten, zwei Lastwagen, einem Kiesschiff mit Bagger und etlichen Containerfahrzeugen machen sich die Mitarbeiter der Lindauer Seemeisterstelle über die Holzmassen her. 600 Kubikmeter Holz haben seine Leute vorgestern aus dem See geholt, gestern sollten 1000 Kubikmeter folgen. „Mit dieser Kapazität machen wir weiter.“ Er geht davon aus, dass in acht bis zehn Tagen das meiste Holz abtransportiert ist.

Das THW Lindau wurde damit beauftragt, 400 m Ölsperren (80 Segmente des Systems TAL) als schützenden Gürtel im "Malerwinkel" bei Wasserburg im See zu installieren. Diese Barreirre dient als Schutz vor weiteren Beschädigungen im empfindlichen Ökosystem des Naturschutzgebietes.

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treibholz (1).JPG (86012 Byte) treibholz (7).JPG (157935 Byte)  Fotos: N. Landerer/W. Scholz