Einsatzbericht 2005

Brand in Bechtersweiler
In Bechtersweiler geht ein landwirtschaftliches Anwesen in Flammen auf
(aus Lindauer Zeitung vom 02.08.2005)

Großalarm für die Lindauer Feuerwehr: In einem landwirtschaftliches Anwesen in Bechtersweiler ist gestern gegen 18.30 Uhr ein Brand ausgebrochen. Das gesamte Gebäude, in dem Fahrzeuge und Geräte standen, fing Feuer. Es gab starke Hitze- und Rauchentwicklung. Die Ursache für den Brand war bei Redaktionsschluss noch unklar. Alle fünf Lindauer Feuerwehren waren mit insgesamt über 100 Mann im Einsatz. Auch die Feuerwehr Hege rückte mit rund 20 Mann aus. Das angrenzende Wohngebäude konnte nach Angaben der Feuerwehr gerettet werden. Verletzt wurde niemand. 

LZ-Foto: Christian Flemming


Nach dem Feuer

Defektes Ladegerät setzte Stadl in Brand
(aus Lindauer Zeitung vom 03.08.2005)

LINDAU (lz) - Ein technischer Defekt ist die Ursache für den Brand eines Stadls in Bechtersweiler. Wie berichtet, war der Stadl am Montagabend komplett niedergebrannt.

Fachleute der Kripo gehen davon aus, dass das Feuer durch ein kaputtes Ladegerät eines elektrisch zu betreibenden Gabelstaplers entstanden ist. Hinweise auf Brandstiftung hätten sich nicht ergeben. Holzständer und Dachstuhl des Anbaus sind völlig zerstört. Personen oder Tiere wurden zum Glück nicht verletzt, den Schaden schätzt die Kripo auf 250 000 Euro. Rettungskräfte konnten ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude auch deshalb verhindern, weil ein Autofahrer frühzeitig die Nachbarn alarmiert hatte. Die Feuerwehren aus Lindau, Wasserburg und Hege waren mit 120 Mann und 20 Fahrzeugen im Einsatz. Sie mussten unter anderem mehrere hundert Meter Schlauchleitungen von zwei Bächen zum Brandherd legen. Sie spritzten bis zu 4000 Liter Wasser pro Minute in die Flammen. Das THW war mit 28 Mann vor Ort, um beispielsweise mit dem Ladekran beim Aufspüren von Glutnestern zu helfen.

Von dem landwirtschaftlichen Anwesen, das am Montagabend gebrannt hat, steht nur noch ein Gerippe aus verkohltem Holz. LZ-Foto: Reiner Roither


Die Aufgabe des THW bestand im Ausleuchten der Brandstelle die ganze Nacht über. Dafür war es notwendig, bis Sonnenaufgang, eine Brandwache zu stellen.
Weiter war das THW beim fachmännischen niederlegen einer Seitenwand des Gebäudes beauftragt, damit der THW Lkw mit Ladekran und Polygreifer im abgebrannten Gebäude Schutt freilegen konnte. Somit konnten versteckte Glutnester ausfindig gemacht werden, die von der Feuerwehr gelöscht wurden. Der größte Teil des THW-Einsatzes (bis auf die oben erwähnten Ausleuchtungsarbeiten) waren gegen Mitternacht abgeschlossen.