Übungen / Ausbildungenn
| Großübung der Feuerwehren (aus Lindauer Zeitung vom 10.11.2004) |
In 60 Minuten müssen 55 Verletzte gerettet und sieben Tote geborgen seinLINDAU (cf) - Ein Szenario, wie es unter den derzeitigen herbstlichen Bedingungen ablaufen könnte, hat sich Kreisbrandrat Friedhold Schneider für die Großübung der Feuerwehren am Montagabend ausgedacht: Ein Massenunfall auf der A 96, bei dem rund 40 Autos ineinander verkeilt sind, mit jeder Menge eingeklemmter und verletzter Personen.Als Autobahn durfte die Robert-Bosch-Straße in Lindau herhalten, die eigens dafür gesperrt und mit Schrottautos der Firma Stark präpariert wurde. Aufgefordert für die Übung waren alle 13 Feuerwehren des Landkreises. Kreisbrandrat Schneiders Plan war: Die Einsatzkräfte – ausgestattet mit Rettungsscheren und -spreizern – sollen innerhalb von 60 Minuten alle Verletzten befreit und gerettet haben. Da der Aufgabenbereich der Feuerwehr mittlerweile zu rund 75 Prozent im Bereich der technischen Hilfeleistung liegt, sah der Kreisbrandrat eine solche Übung für geboten. Schließlich sollte das Gerät der Feuerwehr auch zeigen, ob und inwiefern es dem technischen Fortschritt beim Automobilbau folgen kann. Denn, bei modernen, stabileren Autos mit Seitenaufprallschutz und anderen Sicherheitskomponenten, sind diese Scheren und Spreizer schnell am Ende ihres Lateins und stoßen an die Grenze des Machbaren, erklärt Schneider. 90 Prozent der Aufgaben gelöstBei der Übung wurde auch das Technische Hilfswerk Lindau (THW) einbezogen, denn dieses hat optimale Beleuchtungsmöglichkeiten für derartige Arbeiten in der Nacht. Das BRK Lindau übernahm logistische Aufgaben, die Rettungskräfte übten die Registrierung und Betreuung der insgesamt 55 Verletzten. Für die Polizei war das Szenario eine gute Gelegenheit zu testen, wie bei einem solchen Massenunfall eine Unfallaufnahme vonstatten gehen kann: Nach 60 Minuten hatten die 180 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des THW und des BRK 90 Prozent der Aufgabe gelöst, 55 Verletzte waren gerettet und sieben Tote wären zu bergen gewesen. Ein Resultat, mit dem Schneider sehr zufrieden war. Nach seiner Einschätzung hatte die Koordination zwischen den einzelnen Gruppen sehr gut funktioniert. Auch der bei der Übung anwesende Landrat Dr. Eduard Leifert war beeindruckt von der Effektivität der freiwilligen Helfer und konnte sich ein Bild über die Notwendigkeit der Rettungsgeräte machen. |
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Bilder sw: Lindauer Zeitung / c: N. Landerer - W. Scholz