"Im
Ernstfall wäre das der Horror"
Von unserem Zugführer Willhelm
Scholz
Bei
einer Übung im Lindauer Krankenhaus haben Feuerwehr, THW, Rotes Kreuz,
Polizei und andere Rettungsdienste am Donnerstag den 13.09.2001 den
Ernstfall geprobt.
Das
Szenario reicht in der Tat für Alpträume: In einem Zimmer im obersten
Stock des Lindauer Kreiskrankenhauses ist Feuer ausgebrochen. Starke
Rauchentwicklung. 32 zum Teil hilflos ans Bett gefesselte Patienten müssen
geborgen werden. Der Alarm wird durch einen automatischen Brandmelder um
18.30 Uhr ausgelöst.
„Es
handelt sich um eine angesagte Übung“, erklärt Kreisbrandmeister Horst
Miller. „Das heißt, dass alle Einsatzkräfte informiert waren und ohne
Sirenen und Blaulicht anrücken.“ Getestet werden soll vor allem das
Zusammenspiel der Einsatzkräfte in großem Rahmen vor Ort. Im Mittelpunkt
steht die Bergung der Patienten.
Helfer
vom Technischen Hilfswerk legen die Kranken, die nun in schneller Folge
aus dem Gefahrenbereich gerollt werden, auf Tragen und schleppen sie drei
Stockwerke hinaus ins Freie. Je nach Diagnose würden sie im Ernstfall in
andere Krankenhäuser gebracht oder vor Ort versorgt werden.
Eine
Stunde später geben der Einsatzleiter, Kreisbrandmeister Wolfgang Endres,
und der Kommandant der Lindauer Feuerwehr, Robert Kainz, das Ende der
erfolgreichen Übung bekannt. Im Einsatz waren 124 Feuerwehrmänner, 44
Helfer des BRK, 33 Helfer vom Technischen Hilfswerk, Ärzte,
Krankenschwestern und Pfleger des Krankenhauses sowie 8 Polizisten. Die
Zusammenarbeit hat hervorragend funktioniert. Obwohl es nur eine Übung
war, dem einen oder anderen Feuerwehrmann war angesichts der Ereignisse in
New York mulmig zumute.
Bilder: W. Scholz ZFü THW Lindau (B)
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