Berichte unserer Jugendgruppenmitglieder:
------------------------------------------------------------------------
12. April 2003 (aus Lindauer Zeitung):
Technik gepaart mit Hilfeleistungen
Eigengewächse für die aktiven Helfer lautet die Devise beim Ortsverband Lindau des Technischen Hilfswerks. Die Ausbildung junger Leute im Alter von 14 bis 16 Jahren erfolgt in einer seit vier Jahren bestehenden Jugendgruppe. Geleitet wird sie von Wolfgang Juhre, der die Erfahrung aus 34 THW-Jahren - zuletzt als Zugführer - in seine Arbeit einbringen kann. Zur Seite stehen ihm in Theorie und Praxis geschulte Mitarbeiter.
Seine Hauptaufgabe sieht Juhre darin, die jungen Leute an Arbeitsweise und Technik des THW heranzuführen und den Willen zum sozialen Engagement in die Tat umzusetzen. Aus der Überzeugung heraus, dass beim Gros der Jung-THW'ler der Schulalltag lange genug dauert, rangiert die Praxis weit vor dem theoretischen Pauken. Auf die Vermittlung der manuellen Fertigkeiten wird größter Wert gelegt.
So beginnt die Holzverarbeitung beim Umgang mit den einfachen Werkzeugen wie Stemmeisen und Holzhammer und reicht bis hin zur Handhabung von Schreiner- und Schwedensäge. Der Bau eines Dachstuhls für einen Unterstand brachte bereits ein erfreuliches Erfolgserlebnis.
Intensiv trainiert wird das Herstellen von häufig benötigten Knoten, die für einen Hängesteg, für Seilbahn oder Tonnenfloß unerlässlich sind. Eng verbunden damit ist die Handhabung des Greifzugs, der mit Hilfe von zusätzlichen Umlenkrollen eine Zugkraft bis zu 7,5 Tonnen entwickelt. Eingeweiht werden die THW-Jungspunde außerdem in die Geheimnisse der Hebelgesetze und des Flaschenzugs.
Voll bei der Sache sind die künftigen Aktiven besonders, wenn Funksprechausbildung auf dem Programm steht. Bei den Funk-Einsatzübungen sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Die Jugendlichen lernen, sich zu artikulieren und wichtige Botschaften kurz und bündig zu formulieren.
Wenn es um die Ausbildung mit Karte und Kompass geht, kommt Wolfgang Juhre allerdings nicht umhin, seinen Schülern einige Kapitel an Theorie einzutrichtern, bevor es an die praktischen Orientierungsübungen geht. Um sich dabei im Gelände nicht hoffnungslos zu verfransen, ist es erforderlich, dass die Marschzahlen richtig gelesen werden und man eine Landkarte präzise einordnen kann.
Einen wichtigen Part spielt bei der Ausbildung das Bergen aus Höhen und Tiefen in Verbindung mit Leitern und Tragen. Die Grundlagen für das Ablassen von Verletzten gehören ebenso zum Rüstzeug wie der Transport von Verletzten, ferner Kenntnisse in Erster Hilfe, der Verhütung von Unfällen und dem Selbstschutz.
Chefausbilder Juhre versichert, dass der Faktor Zeit stets eine kleinere Rolle spielt als die Richtigkeit der Handgriffe und das Vermeiden von Gefahren. Bei aller fachgebundenen Ausbildung kommt schließlich auch die Gemütlichkeit und die Pflege der Kameradschaft zu ihrem Recht. Sei es bei Fahrradtouren oder Bootsausfahrten.
------------------------------------------------------------------------
9. Februar 2003 (aus Lindauer Zeitung):
THW-Jugendgruppen erhalten 6000 Euro
Für ihr Engagement beim Lindauer Weihnachtsmarkt bekamen die Jugendgruppen derTHW-Ortsgruppen Lindau und Lindenberg ihre Quittung: Sie erhielten jetzt vom Lionsclub Oberstaufen-Westallgäu jeweils 3000 Euro, die aus dem Reinerlös des Losverkaufs stammen. Bei eben diesem Verkauf hatten sich die THW-Jungen und -Mädchen kräftig ins Zeug gelegt. Beide Jugendgruppen werden sich mit dieser Spende jeweils ein Zelt zulegen. Lions-Präsident Hans Wurm, sein Vize Franz-Peter Seidl und der Schatzmeister Erwin Henn überreichten im Lindauer THW-Heim Thomas Lanzenberger vom THW Lindenberg, dem Lindauer Jugendausbilder Wolfgang Jure und dem Lindauer THW-Chef Andreas Bucher die Schecks.
cf/LZ-Foto: Flemming
------------------------------------------------------------------------
28. August 2001 (von Davor Knappmeyer):
Jugendgruppe
Wir haben derzeit fünf Junghelfer und einen Betreuer in unserer Jugendgruppe. Unsere Jugend besteht seit 1998. Wir treffen uns jeden Donnerstag (außer Ferienzeit) von 19.00 Uhr bis 21.30 Uhr im THW.
Uns werden Stiche & Bunde beigebracht. Wir haben dieses Jahr schon ein Floss gebaut und sind damit auf dem Bodensee gefahren. Wir waren alle sehr überrascht, dass wir so was zu Stande bringen konnten. Wir haben uns dann vorgenommen eine Hängebrücke über einen kleinen Fluss zu bauen. Wir befestigen sie an vier Bäumen. Wir bauen sie aber erst mal in unserer Übungshalle auf. Mit vier Dreiböcken stellen wir sie auf, um zu sehen was wir noch verändern müssen. Dann bauen wir sie in vier Teile wieder auseinander, transportieren sie dann zum Fluss und stellen dort die Brücke wieder auf.
Aber wir bauen nicht nur Brücken und Flösse, sondern wir machen auch ganz viele andere Sachen im THW. Erst letztens waren wir mit unserem Boot draußen beim Baden. Wir hatten sehr viel Spaß. Wir machen auch kleine Funkausbildungen (das machen wir am liebsten). Wir machen immer zweier Gruppen und jede Gruppe kriegt ein 2m Funkgerät Unser Jugendbetreuer geht dann auch mit einem Funkgerät los und gibt uns die ausgedachten Einsätze und die Unfallstelle an der wir uns treffen durch. Die Gruppen sind in THW, Feuerwehr und Rotes Kreuz eingeteilt. Wir müssen dann immer entscheiden, welche Rettungsmittel wir einsetzen müssen. Wir treffen uns dann an der ausgedachten Unfallstelle und besprechen unseren Einsatz. Wir besprechen auch, was wir mit unseren Rettungsmitteln noch besser machen könnten. |