Tauchgruppe Lindau (B)


Unterwassersprengung im Maxwehr durchgeführt

Vor einigen Wochen wurde die Tauchgruppe des Technischen Hilfswerks (THW)  Landshut gebeten einen eingekeilten Baumstamm aus der Rechenanlage einer Turbinenkammer im Maxwehr zu entfernen. Nach Besichtigung der Lage musste festgestellt werden, dass eine Entfernung des Baumstammes mit der im Ortsverband vorhandenen Unterwasserkettensäge nicht möglich ist. Der Stamm war zu sehr eingespreizt und verkeilt, als das eine Trennung gefahrlos für die Taucher möglich gewesen wäre.

Beim kurz darauf stattfindenden Treffen der bayerischen Tauchgruppenleiter wurde das Problem ausführlich erörtert. Die Anregung die Aufgabenstellung mittels Sprengung durchzuführen, wurde aufgegriffen und durch den Unterwassersprengberechtigten des Ortsverbandes Donauwörth Klaus Hölzle geprüft und für durchführbar erklärt.

Ein kompliziertes Genehmigungsverfahren wurde eingeleitet. Die Unterwassersprengung musste von den zuständigen Fischereiverbänden sowie Ordnungs- und Gewerbeaufsichtsamt genehmigt werden. Das ganze aber unter ständigem Zeitdruck, da der Reinigungsrechen nicht voll funktionsfähig war.

Da eine Unterwassersprengung auch bei den Bergungstauchern des THW nicht alle Tage durchgeführt wird, kamen zur Durchführung Taucher aus den bayerischen Ortsverbänden Donauwörth, Neu-Ulm und Lindau sowie zwei Sprengberechtigte des Ortsverbandes Gera nach Landshut.

Am frühen Morgen führten Einsatzleiter Rudolf Hattenkofer als Gruppenführer der Landshuter Tauchgruppe und Klaus Hölzle als durchführender Sprengberechtigter die Einweisungsbesprechung durch.

Unter den kritischen Blicken von Vertretern der Fischereiverbände, des Gewässerpächters, des Ordnungs- und des Gewerbeaufsichtsamtes bereiteten die Helfer die Arbeiten vor. Durch Klaus Hölzle wurden die Punkte an dem Baumstamm markiert an denen die Sprengladung durch zwei Bohrung anzubringen sind. Auch musste noch ein Luftblasenvorhang als Abschirmung für die Fische und Schutz gegen die Druckwelle aufgebaut werden. Diese Arbeiten führten die  Taucher des Ortsverbandes Neu-Ulm durch. Im Anschluss daran wurden die Sprengladungen angebracht. Dabei handelt es sich um zwei 50 Gramm-Packungen die der Größe des Baumstammdurchmessers angepasst wurden.

Nach der großräumigen Absperrung durch Helfer des Landshuter Ortsverbandes wurde das Sprengsignal gegeben und die Ladung ausgelöst. Es war nur ein dumpfer gedämpfter Knall zu hören. Zu sehen gab es für die Schaulustigen sehr wenig. Auch konnte – entgegen der Befürchtungen der Naturschutzbehörden – keine Schäden an der Natur oder eine Verschmutzung der Isar festgestellt werden.

Durch die Vorlaufzeit des Einsatzes konnte die Gelegenheit genutzt werden, eine umfassende Filmdokumentation zu erstellen.


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Bild 1:    Alle Sicherheitsbestimmungen werden peinlichst genau eingehalten
Bild 2:    Vorbereitung auf den Tauchgang (Bohren der Sprenglöcher unter Wasser - hier OV Neu-Ulm)
Bild 3:    Vorbereitung der Sprengladung durch den Sprengberechtigten Markus Schmidt
Bild 4:    Walter Nuber vom OV Lindau /B beim anbringen der Sprengladung unter Wasser
Bild 5:    Zufriedenstellendes Ergebnis