Ein rund 15 m langes Arbeitsschiff mit Kran ist in der Nacht auf Samstag, 03.08.16 im Zecher Hafen an seinem Liegeplatz gesunken.

Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgte gegen 05:40 Uhr. Vor Ort im Einsatz war das THW Lindau mit ihre Tauchgruppe und ihrer Bergungsgruppe sowie die Feuerwehr Lindau, die Wasserschutzpolizei und das Wasserwirtschatsamt.

Während die Feuerwehr Lindau die Ölsperren verlegten und den Hafen sicherten, begann das THW Lindau mit den Bergungsmaßnahmen. Mit Hilfe von zwei angeforderten Kränen von zwei unterschiedlichen Firmen wurde das auf Grund aufliegende Arbeitschiff wechselseitig angehoben. Hierzu wurde das Schiff zuerst von der THW-Bergungsgruppe mit Drahtseilen gesichert. Im Anschluss konnten die THW-Taucher mit schweren Endlosschlupf das Wrack wechselseitig anschlagen und mit den Kränen anheben, so dass Hebegurte - wiederum nur mit Tauchern - unter das Schiff gezogen werden konnten. Beim anbringen der Hebegurte arbeiteten die THWler wieder eng mit ihren Feuerwehrkameraden zusammen.

Während das Schiff Stück für Stück an die Wasseroberfläche gehoben wurde, begann die Feuerwehr schon mit den Pumparbeiten um das Schiff vom eingedrungenen Wasser zu befreien. Als das Schiff dann wieder auf der Wasseroberfläche schwamm, wurde es auch gleich durch die beiden Kräne an Land gehoben. Hier bedurfte es eines exakten Zusammenspiels der beiden Kranführer. Auch hier unterstütze wieder die Bergungsgruppe des THW Lindau das Schiff sicher an Land zu stellen.

Da nicht aufzuschließen war, dass bei der Bergung des Arbeitsschiffes wassergefährdende Stoffe ausfließen könnte, arbeiteten der THW-Tauchtrupp allesamt mit ölbeständigen Schutzanzügen und Vollgesichtsmasken. Im Maschinenraum wurden durch einen Taucher vorsorglich entsprechende Hyraulikschieber und -hähne geschlossen. Eine geringfügige Gewässerverschmutzung war vor eintreffen der Rettungsorganisationen auszumachen, welche durch die Feuerwehr Lindau an der Ausbreitung gehindert und im Anschluss der Bergungsmaßnahmen gebunden wurde.

Gemeinsam mit allen beteiligten Organisationen gelang die komplizierte Bergung. Alles lief Hand in Hand mit perfekter Absprache der Einsatzleitung aber auch jedem einzelnen Helfer vor Ort. Um 14:00 Uhr rückten die letzten Einheiten ein.

Laut Pressemitteilungen der dpa soll der Schaden mindestens 150.000 Euro betragen. Als Unfallursache war nach Polizeiangaben ein Leck im Bereich des Antriebs. Personen waren zu keiner Zeit betroffen!