Untergegangener Großcontainer in Schifffahrtslinie vor Wasserburg durch das THW-Lindau geborgen

Das THW-Lindau wurde am 15.09.08 um ca. 14.00 Uhr durch die Feuerwehr Lindau -auf Anforderung der Wasserschutzpolizei- zur Beseitigung eines Schifffahrtshindernisses vor Wasserburg alarmiert.

Ein Großcontainer, der zur Abfuhr von Treibholz am Ufer abgestellt worden war, machte sich selbstständig und trieb auf den See hinaus. Das Wasserwirtschaftsamt versuchte noch den Container einzufangen und mit Hilfe des Arbeitsschiffes wieder ans Ufer zu schleppen. Doch als der Container mit Wasser vollief, musste er gekappt werden und ging in der Schifffahrtslinie vor Wasserburg endgültig unter.

Da die genaue Lage des Container unbekannt war, versuchte die Wasserschutzpolizei den Bereich mit einer Fläche von ca. 100m X 60m mittels Echolot zu orten, jedoch ohne Erfolg. Im weiteren wurde eine Suchkette mit Schiffen des Wasserwirtschaftsamts, der Segelschule Wasserburg und dem THW gebildet und versucht mittels Leinenortung den Container zu lokalisieren. Nach ca. 3 Stunden wurde dieser Versuch ebenfalls erfolglos abgebrochen.

Die weitere Suche übernahm das THW mit zwei Arbeitsbooten und einer ca. 40m langen Grundleine und Reißankern. Um ca. 19.45 Uhr wurde zur Unterstützung die Wasserwacht Nonnenhorn mit ihrem Bodensonar angefordert, doch kurz vor deren Eintreffen wurde der Container durch das THW um ca. 20.30 Uhr gefunden.

Aufgrund der Dunkelheit und der zu diesem Zeitpunkt noch unklaren weiteren Einsatzdauer, wurde der Bereich der Slipanlage sowie die Wasserfläche vor Wasserburg großflächig mittels Lichttraverse am THW-Ladekran ausgeleuchtet.

Im folgenden wurden am Container, der in einer Tiefe von 7 m auf dem Seegrund lag, zwei Hebesäcke durch die THW-Taucher angeschlagen und somit konnte das Hindernis mittels eines Drucklufthebesystems wieder an die Wasseroberfläche gebracht werden.

Da der Container jedoch nicht mehr schwimmfähig war, musste dieser im weiteren mit vereinten Kräften beider THW-Arbeitsboote ca. 120 m in Richtung Ufer geschleppt und dann mittels eines Drahtseiles und dem sich ebenfalls vor Ort befindlichen Bagger des Wasserwirtschaftsamtes, endgültig an Land gezogen werden.

Das THW-Lindau war mit drei Landfahrzeugen und zwei Wasserfahrzeugen mit 15 Mann im Einsatz. Der Einsatz war um 1.00 Uhr am 16.09.2008 beendet.