Blaulichttag
| Vor allem der Nachwuchs war begeistert (aus: Lindauer Zeitung vom 14.04.2003) |
| LINDAU - Sonnenschein, blauer Himmel und angenehme Temperaturen sorgten für eine ideale Kulisse beim Blaulichttag und gleichzeitig verkaufsoffenem Sonntag in Lindau. Tausende von Besuchern, insbesondere Familien mit Kindern, nutzten die Gelegenheit, hautnah die stündlichen Aktionen und
Vorführungen der Rettungs- und Hilfsorganisationen aus dem Landkreis Lindau zu erleben.
Von unserer Mitarbeiterin Marie-Luise Stübner Feuerwehr, Polizei, Wasserschutzpolizei, Wasserwacht, Rettungsdienst und Bereitschaftsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Rettungshundestaffel, Technischem Hilfswerk (THW), Katastrophenschutz und die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) - sie alle hatten ein ebenso umfangreiches wie buntes Programm auf die Beine gestellt: Bei einem "Verkehrsunfall" in der Maximilianstraße demonstrierten Polizei, Rotes Kreuz, das THW (mit einem Großflächenbeleuchtungsfahrzeug) und die Feuerwehr mit dem Einsatz von hydraulischem Spreizer zum Öffnen der PKW-Türen, der Rettungsschere zum Entfernen des Daches und dem hydraulischen Stempel zum Wegdrücken des Auto-Vorderbaus eindrucksvoll ihre Zusammenarbeit zur Bergung und Versorgung von Verletzten. Kinder und Erwachsene ließen sich am BRK-Rettungswagen die Erste-Hilfe-Maßnahmen erklären. Auf dem Bismarckplatz vor dem Rathaus verfolgten die Zuschauer, wie sich die 30 Meter lange Drehleiter der Feuerwehr Richtung Himmel schob, und ließen sich Rauchmelderaktionen vorführen. Kinder nutzten die Gunst der Stunde und "enterten" begeistert die Fahrzeuge der Polizei, der es so gesehen um den Nachwuchs nicht bange sein muss. Die Jugendverkehrsschule gab Informationen zum Thema "Ist dein Fahrrad sicher", und Polizei und Verkehrswacht boten die kostenlose Registrierung von Fahrrädern an. Im Rollenspiel stellten Polizisten die Fahrzeug- und Personenkontrolle eines betrunkenen Autofahrers und den Einsatz bei einer Wirtshausschlägerei nach. Dass die "Freunde und Helfer" auch mal unmittelbaren Zwang anwenden müssen, war bei ihrem Umgang mit "Randalierern" zu sehen. Am Hafen zeigte die Tauchsportgruppe der Feuerwehren Lindau und Lindenberg im gläsernen "Tauchturm" das Bergen von Fässern und andere Arbeiten unter Wasser. Insbesondere bei den Kindern waren diese Vorführungen die absolute Attraktion. Da standen die Kleinen dann dicht vor den Scheiben, pressten sich die Nasen platt, winken den "Unterwassermenschen" zu, fragen über Sprechfunk "Wie heißt Du?" und freuten sich, als aus dem Tauchturm die Antwort "Thorsten" kam. Nicht minder begeistert war der Nachwuchs samt Eltern von den Vorführungen der Rettungshundestaffel aus Lindenberg. Schäferhund "Amigo" mit Hundeführer Xaver Rietzler und Josef Koflers Golden Retriever "Ben" machten den Anfang beim Aufspüren des "Verletzten" in einer überdimensionalen Hundehütte und seien somit lobend und stellvertretend für ihre nachfolgenden "Kollegen" erwähnt. Die vierbeinigen Zuschauer verfolgten die Aktionen der Rettungshunde ebenso interessiert wie hörbar. Eindrucksvolle Hilfsaktionen führte die Wasserwacht im Seehafen vor. So zeigte sie, wie ein im Eis eingebrochener Mensch mittels eines Eisrettungsschlittens aus seiner Lage befreit wird. Mittels Paddel und Eiskralle kann sich der Helfer mit dem Schlitten auf Eis oder Wasser vorwärts bewegen, um den Verunfallten zu bergen. Abgerundet wurde das Lindauer Blaulichttag-Programm durch THW-Pumpeinsätze, gemeinsame Tauchturm-Ölwehreinsätze von Tauchern, Ölwehr und Wasserschutzpolizei. Die Jugendfeuerwehr des Landkreises lud die Kinder an ihrem Infostand zu Löschspielen ein. Nur einer konnte zunächst nicht kommen: Rettungshubschrauber Christoph 45 von der Deutschen Rettungsflugwacht musste die vorgesehene Landung bei der Spielbank wegen eines Notfall-Einsatzes verschieben . Siehe auch Bildseite "Blaulichttag" |
Bilder: P. Vosseler und W. Scholz THW Lindau (B)
Weitere Bilder finden Sie auf den Seiten vom "Kreisfeuerwehrverband Lindau"
http://www.kfv-lindau.de/index2.htm
( http://www.kfv-lindau.de )