Waldbrandübung in Scheidegg

 

In Scheidegg (bei Lindenberg) fand am Montag, 19. Juli 2004 eine großangelegte Waldbrandübung statt. Auf Weisung des Kreisbrandmeisters Friedhold Schneider, nahmen zahlreiche Feuerwehren und die beiden THW Ortsverbände des Landkreises Lindau teil.

Es wurde angenommen, dass ein Teil des Waldes innerhalb des Rohraches in Flammen steht. Dieses Waldgebiet ist mit Fahrzeugen nur schwer zugänglich. Zur Luftunterstützung wurde daher ein Hubschrauber der Bayrischen Bereitschaftspolizei angefordert. Das THW Lindau baute innerhalb von nur 15 Minuten ein 50 m3 Wasserbecken am Sportplatz in Scheidegg auf. Gefüllt wurde dieses Becken aus einem Hydranten durch die Scheidegger Feuerwehr. Von diesem Becken aus konnte der Polizeihubschrauber, mit verschiedenen Außenlastbehältern im Wechsel, das Wasser aufnehmen und Richtung Waldbrand im Rohrach fliegen. Im Rohrach selbst installierte -ebenfalls das THW Lindau- einen weiteren 10m2 Wasserbehälter. Mehrere Tanklöschfahrzeuge der umliegenden Landkreisfeuerwehren, versorgten dieses Becken mit Wasser, welches über eine längere Schlauchstrecke zum Wasserbehälter zugeführt wurde. Das komplette Rohrach musste wegen dieser Übung gesperrt werden. Die Einsatzstelle im Rohrach wurde vom THW Ortsverband Lindenberg mit seiner Fachgruppe Elektroversorgung ausgeleuchtet.

Zahlreiche Prominenz, darunter auch der Landrat Dr. Eduart Leifert und der Landtagsabgeordnete Rotter, überzeugten sich von der Effektivität der Waldbrandbekämpfung durch den Einsatz mit Hubschraubern.


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Bilder: N. Landerer

Wehren üben gemeinsam (aus "Lindauer Zeitung" vom 23.07.2004)

SCHEIDEGG/SIGMARSZELL (kr) - Ein größeres Waldstück im Rohrach auf dem Gemeindegebiet Scheidegg und Sigmarszell ist in Brand geraten. Das war die Ausgangsbasis der bisher einmaligen großen Übung zur Bekämpfung eines Waldbrands, an der die Feuerwehren des Landkreises teilgenommen haben.

Organisation und Vorbereitung der Aktion lag in den Händen der Kreisbrandinspektion, an der Spitze Kreisbrandrat Friedhold Schneider. Insgesamt nahmen an der Übung 250 Einsatzkräfte teil – Feuerwehrleute, Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) aus Lindau und Lindenberg, das Team des Katastrophenschutzes vom Landratsamt und die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß II” aus München.

Das THW Lindau erstellte die Löschwasserbehälter, einen mit 50 000 Liter und einen mit 100 000 Liter Fassungsvermögen. Der Hubschrauber entnahm das Löschwasser aus dem Behälter oberhalb des Rohrachs und brachte es an die Brandstelle. Zahlreiche Zuschauer verfolgten hinter der Absperrung die Hubschrauber-Aktion. Inzwischen sorgen 13 Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis von Maierhöfen bis Lindau im Pendelverkehr für ausreichendes Löschwasser, das von der Ortsfiliale Gretenmühle aus einem Hydranten entnommen wurde. Die Wehrler legten zudem rund 3000 Meter Schlauchleitungen. Das THW Lindenberg sorgte mit seinen Geräten für die Ausleuchtung am Brandplatz. „Die Übung hat gut geklappt, die Zusammenarbeit der Wehren und das Zusammenspiel von Mensch und Technik haben bestens funktioniert”, sagte Kreisbrandrat, Friedhold Schneider bei der Manöverkritik im Scheidegger Feuerwehrhaus. Die Rohrachstraße ( B 308) war während der zweistündigen Übung gesperrt. Beeindruckt von der Übung zeigten sich auch die Wehrler aus dem benachbarten Vorarlberg, die als Zaungäste gekommen waren.

Der Polizeihubschrauber „Edelweiß II” nimmt Wasser auf. Foto: Kreyer