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60 Jahrfeier Ortsverband Lindau (B)

Fürs THW klar: "Es geht nur miteinander" (aus Lindauer Zeitung vom 24.10.2016) Das Technische Hilfswerk feiert sein 60-jähriges Bestehen in Lindau Von Isabel Kubeth de Placido 24. Oktober 2016

Lindau - (isa) - 60 Jahre gibt es das Technische Hilfswerk (THW) in Lindau nun schon. Das war, ist und bleibt nur gemeinsam, im

Miteinander möglich. Dies jedenfalls ist die Botschaft des feierlichen Jubiläumsabends, mit dem der Ortsverband seinen

Geburtstag im Alten Rathaus begangen und mit vielen Freunden aus Feuerwehr, Polizei, Rotem Kreuz und Politik gefeiert hat.

"Warum feiert das THW sein 60-jähriges Bestehen ausgerechnet im Alten Rathaus und nicht im eigenen THW-Saal in der neuen

Feuerwache?" Eine durchaus berechtigte Frage, mit der Ortsbeauftragter Meinrad Gfall die vielen Gäste begrüßte und, ohne eine

Antwort abzuwarten, auch gleich selbst beantworten sollte: "Das Alte Rathaus, dieser Saal, das ist das Daheim von Lindau. Dass

wir mit den anderen Rettungskräften gemeinsam hier feiern, drückt unsere Zugehörigkeit aus." Eine Zugehörigkeit, ein

Miteinander, das das THW seit sechs Jahrzehnten mit den anderen Blaulichtorganisationen, der Stadt und dem Landkreis lebt.

Nicht umsonst würdigten zahlreiche Ehrengäste in einem wahren Redenmarathon voller Lobes- und Dankesworte das Technische

Hilfswerk, von dem Gfall sagte, "wir stehen für uns Lindauer immer da". So ließ der verhinderte Landtagsabgeordnete Eberhard

Rotter mitteilen: "Sie sorgen dafür, dass sich die Bürger sicher fühlen." Wie Rotter lobte auch Oberbürgermeister Gerhard Ecker,

dass die THW-Mitglieder allesamt ehrenamtlich tätig sind. Der Ortsverband bedeute für viele eine besondere Heimat, sowohl für

die Jugend als auch für die Älteren. "Das THW ist ein nicht wegzudenkender Bestandteil Lindaus", schloss Ecker.

Dieses Lob ergänzte Landrat Elmar Stegmann, als er sich ausdrücklich für die Unterstützung des THW bei der Ankunft der

Flüchtlinge im Landkreis bedankte. Während der vergangenen 60 Jahre seit seiner Gründung hätten sich zwar die

Herausforderungen an das THW gewandelt. "Gleich geblieben sind aber die Menschen, die zupacken, wenn sie gebraucht

werden".

Polizeichefin Sabine Göttler, Kreisbrandrat Friedhold Schneider und Stadtbrandinspektor Robert Kainz dieses Bild des

Miteinanders des THW mit den anderen Blaulichtdiensten. Darüber hinaus sah Kainz den Wertewandel in der Gesellschaft als

Herausforderung der Zukunft: "Die Bereitschaft, etwas für andere zu tun, geht zurück", meinte er und mahnte: "Es geht nur

miteinander." Die "ideale Basis" dafür sei zwischen Feuerwehr und THW geschaffen und werde seit Jahren gelebt. Die neue

Feuerwache, in der beide Dienste unter einem Dach vereint sind, war nur ein Beispiel, das Kainz nannte.

Lob auch für umfangreiche Jugendarbeit

Der Beauftragte des THW-Landesverbands, Fritz-Helge Voss, bezeichnete die Zusammenarbeit zwischen dem THW-Ortsverband

und der Lindauer Feuerwehr sogar als "bayernweit einmalig". "Für mich geht Gefahrenabwehr nur gemeinsam", betonte er die

Bedeutung dieses gelebten Miteinanders und hob als weitere Besonderheit des Ortsverbands dessen Leistungen in der

Jugendarbeit hervor: Allein 4000 von den insgesamt 13 842 Dienststunden, die die 108 Helfer im vergangenen Jahr geleistet

haben, seien in die Jugendarbeit geflossen.

Eine besondere Bedeutung sah der Festredner aber auch darin, dass hier ein "Wissenstransfer" stattfinde, bei dem die Älteren ihre

Erfahrungen an die Jungen weitergeben. Erfahrungen, die sie bei ihren Einsätzen auf lokaler, regionaler bundesweiter und

internationaler Ebene gemacht haben, als sie ihre Kernaufgabe, nämlich den Schutz des Bürgers, erfüllten.

Und weil sich die Welt stetig wandelt und sich damit auch die Herausforderungen an das THW ständig verändern, lautet für Voss

das oberste Prinzip: "Wichtig ist, wir tun es gemeinsam."

Freuen sich mit den Geehrten: (von links) THW-Ortsbeauftragter Meinrad Gfall, Peter Vosseler, Norbert Landerer, Heinz Tolksdorf,

Erich Wagenknecht und der Landesbeauftragte des THW-Landesverbands Bayern, Fritz-Helge Voss.  Foto: Isabel Kubeth de

Placido

Ortsbeauftragter Meinrad Gfall Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker mit Ortsbeauftragter Meinrad Gfall Landrat Elmar Stegmann Landrat Elmar Stegmann mit Ortsbeauftragter Meinrad Gfall Landesbeauftragter von Bayern Dr. Fritz-Helge Voß Heinz Tolksdorf erhält die Verleihungsurkunde für 50 Jahre Mitgliedschaft Erich Wagenknecht erhält die Verleihungsurkunde für 60 Jahre Mitgliedschaft Peter Vosseler erhält das Ehrenzeichen in Bronze Norbert Landerer erhält das Ehrenzeichen in Silber Polizeichefin Sabine Göttler Polizeichefin Sabine Göttler mit Ortsbeauftragter Meinrad Gfall Stadtbrandinspektor Robert Kainz Kreisbrandrat Friedhold Schneider Kreisbrandrat Friedhold Schneider mit Ortbeauftragter Meinrad Gfall